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Impressionen vom GSGS’19


Der Avatar von Jasmin Widmer
Jasmin Widmer

Am diesjährigen Gamification und Serious Games Symposium in Neuchâtel wurden über zwei Tage hinweg 22 Vorträge über Games aus der Schweiz zu Themen wie Kultur, Bildung und Gesundheit gehalten. Technologisch waren die Spiele ebenfalls sehr vielfältig. Nebst den klassischen digitalen Spielen gab es diverse AR und VR Games sowie analoge Spiele wie Playmobil oder Kartenspiele. Diverse Spiele konnten live angespielt werden und boten Erlebnisse wie man sich in einer Erste Hilfe Situation verhält oder wie es sich anfühlt, betrunken Auto zu fahren.

Ich möchte einige der Spiele hier vorstellen, welche mir besonders positiv aufgefallen sind. Wer mehr über diese oder andere Projekte vom GSGS’19 erfahren möchte, muss sich etwas gedulden. Das PDF der Short Papers sowie die Videoaufnahmen werden irgendwann die nächsten Monate auf gsgs.ch zur Verfügung gestellt.

Highlights Donnerstag

Shadows Edge von Digging Deep Schweiz, ein psychosoziales Spiel, welches Teenagern und jungen Erwachsenen hilft mit ihren chronischen Krankheiten besser zurecht zu kommen. Mit der Metapher des Wiederaufbaus und Gestalten einer fiktiven Stadt bietet es verschiedene Tools zur Selbstreflexion und Selbsthilfe.

PfuQs von Melissa Monnier der HEAD Genf ist eine App, welche Kindern und deren Eltern hilft, über den Umgang mit digitalen Medien zu reden. Durch Quizzes, Aufgaben und Rollenspielen tauschen die beiden Parteien ihr Wissen über Technologie sowie deren verantwortungsbewussten Umgang aus und kommunizieren konstruktiv miteinander darüber.

Marklund Björn Berg war auch dieses Jahr wieder als Special Guest dabei und ging etwas tiefer auf die Probleme ein, mit welchen Serious Games Entwickler in Berührung kommen. Er ging spezifisch auf die Probleme der Spielentwicklung für Schulen ein, da die wenigsten Lernspiele trotz guter Ideen im Unterricht eingesetzt werden können aufgrund Hardware, Software, Aufwand für die Lehrpersonen und vielem mehr.

Fotos von den Vorträgen von Shadows Edge und Marklund Björn Berg
Vorträge von Shadows Edge und Marklund Björn Berg

Highlights Freitag

Richard Wetzel und Tobias Kreienbühl von der HSLU präsentierten ihren Prototypen für Atemübungen für Cystische Fibrose. Mit einem Atem Controller und VR Brille taucht man in eine Unterwasserwelt ab, und führt verschiedene nötige Atemübungen aus, um im Spiel weiterzukommen sowie den Schleim aus der Lunge zu transportieren.

Stefan Göbel präsentierte einerseits das SG4Mobility Projekt der TU Darmstadt, welches auf spielerische Weise auf umweltfreundliche Fortbewegung aufmerksam macht. Andererseits hat er einen guten Überblick über die momentane Serious Games Landschaft sowie deren Probleme und Zukunft gebracht. Da momentan mit dem Exercube an der TU Darmstadt geforscht wird, hat er Sphery Racer als Beispiel für ein Serious Game mit hoher Qualität erwähnt, was uns natürlich sehr gefreut hat.

Zu guter Letzt stellte Ralf unsere Workflow Guidelines für eine gute Zusammenarbeit von Forscher und Entwicklerteams vor. Das Feedback in der darauf folgenden Networking Pause war sehr positiv und gab uns gute Ideen für eine Erweiterung der Guidelines.

Fotos von den Vorträgen von Richard Wetzel und Tobias Kreienbühl sowie Ralf's Vortrag über unsere Guidlines
Vortrag von Richard Wetzel und Tobias Kreienbühl sowie Ralf's Vortrag über unsere Guidlines

Ein emotionales Highlight während der Award Verleihung war definitiv die Anekdote eines letztjährigen Teilnehmers. Da er das Erste-Hilfe-Lernspiel BeRescuer gespielt hatte, konnte er eine Woche nach dem Symposium dieses Wissen gleich anwenden und einem Fremden in den Alpen das Leben retten.

Das Symposium gab einen spannenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen in der Schweiz bezüglich Serious Games und Gamification. Ich freue mich auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei zu sein.